"...der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt...“ Friedrich Schiller
Dass Spielen uns ganz Mensch sein lässt, erfahre ich insbesondere, wenn ich die Kinder im Wald beobachte. Im Spiel sind sie ganz da, ganz bei sich oder außer sich. Aber immer im Augenblick. Heben ab ins Reich der Phantasie oder sind mitten im Leben. Ganz sie selbst oder jemand ganz anderes. Sie können groß sein, obwohl sie klein sind und fliegen, obwohl ihre Schritte noch wankend sind. Sie können ein Glitzern sein, eine Mama oder ein Betonmischer…im Spiel ist alles möglich.
Und der Wald trägt seinen Teil dazu bei. Er wird in seiner Unbestimmtheit zum weiten Spiel- und Möglichkeitsraum.
Ich bin glücklich, an einem Ort zu sein, an dem wir den Kindern ermöglichen ganz Mensch zu sein. Es macht mir Freude, die Kinder in ihrem Spiel und ihrem Menschsein zu begleiten, zu unterstützen und zu beobachten. Manchmal versuche ich, ein kleines Stückchen von diesem besonderen Menschenkindsein aufzufangen und in meine Tasche zu stecken, damit es mir nicht abhanden kommt und ich es zu einem anderen Zeitpunkt selbst hervorholen kann…
Ich bin angehende Inklusionspädagogin (Sonderpädagogin) und Kunsterzieherin. Im Laufe des Studiums haben sich meine Wege immer wieder, mehr oder weniger direkt mit denen der Waldzwerge gekreuzt. In einem kunsttherapeutischen Seminar erfuhr ich zum ersten Mal von den Waldzwergen. Ich lernte, wie man aus Maulwurfshügelerde Kugeln, Gebilde und Skulpturen macht. Etwas daran muss sehr nachhaltig gewesen sein… Seit 2010 bin ich neben meinem Studium kontinuierlich als Entlastungskraft bei den Waldzwergen tätig.
